Hinter den Kulissen von Food Vegetarisch: vegetarisch Kochen mit immer mehr Mehrwert

Vegetarisch Kochen seit 2012: die Geschichte des Blogs Food Vegetarisch vom ersten Rezept bis zum neuen Fokus auf gesundes Älterwerden.

Symbolbild für vegetarisch Kochen

2012 veröffentlichte ich hier auf dem Blog das erste vegetarische Rezept. Viele Rezepte sind seitdem hinzugekommen. Aber auch viele meiner Lieblingsbücher zum Thema vegetarisch Kochen habe ich hier im Laufe der Zeit schon vorgestellt. Was mir dabei immer wichtig war, war die Alltagstauglichkeit der Rezepte und möglichst viel Gemüse in den Zutatenlisten.

Eine erste gesunde Gewohnheit, die sich einfach ergeben hat

Schon als Kind habe ich lieber Gemüse gegessen als z. B. Fleisch oder Brot. Vor manchem Fleisch und vor allem Aufschnitt habe ich mich regelrecht geekelt. Wirklich besser geworden ist das auch heute nicht. Gleichzeitig landete fast mein gesamtes Taschengeld beim Tante-Emma-Laden um die Ecke, weil es dort so leckere Süßigkeiten gab. Mein Süßwaren-Konsum hat sich zum Glück mit der Zeit reduziert. Die Gemüse-Liebe ist bis heute geblieben.

Wie ich zum Selberkochen kam

Dass ich fast nur Gemüse (und Süßes) mochte, hieß in meiner Jugend aber auch: Ich ernährte mich größtenteils von Beilagen. Sowohl daheim als auch beim auswärts Essen gab es meist klassische Hausmannskost, bei der Fleisch die Hauptrolle spielte.

Erst als ich fürs Studium in eine größere Stadt zog und später beruflich in einige asiatische Länder reiste, hatte ich die Gelegenheit, über meinen kulinarischen Tellerrand zu blicken.

Ein Aha-Moment war mein erster Besuch in einem indischen Restaurant. So eine Vielfalt an eigenständigen, vegetarischen Gerichten hatte ich auf einer Speisekarte zuvor noch nicht gesehen. Ich war sofort auf den Geschmack gekommen! Weil die regionalen und finanziellen Möglichkeiten damals noch überschaubar waren, blieb mir nur eines: selbst den Kochlöffel in die Hand nehmen. Ich besuchte indische Kochabende an der Volkshochschule, und mein Bestand an vegetarischen Kochbüchern wuchs rasch. Ich wollte auch gerne so lecker und abwechslungsreich vegetarisch kochen können.

Von der Stockfotografie zum eigenen Foodblog

Im Laufe der Zeit kochte ich mich von daheim aus immer weiter durch die Welt, vor allem mit Hilfe von Celia Brooks Browns „Vegetarisch Kochen: Die besten Rezepte aus aller Welt“ (Amazon*) – ein Buch, das ich immer noch sehr empfehlen kann.

Parallel dazu, neben meiner eigentlichen Arbeit als Designerin und Produktentwicklerin, hatte ich mit der Stockfotografie begonnen. Meine zubereiteten Gerichte wurden meine liebsten (und geduldigsten) Fotomotive. Daraus entstand sogar eine Foto-Ausstellung.

Da ich außerdem chronisch neugierig bzw. wissenshungrig bin und mich für Technik begeistern kann, war der nächste Schritt im Grunde reine Logik: Ein eigener Foodblog musste her. Und so erblickte Food Vegetarisch 2012 das Licht der Welt.

Vegetarisch kochen wird gesünder: der Vollwert-Einfluss

Durch das Bloggen lernte ich schnell andere Foodblogger kennen. Besonders nachhaltig war die Begegnung mit Melanie und Sönke vom Vollwert-Blog. Durch sie kam ich zur Vollwerternährung – und war sowohl von den Rezepten als auch von den gesundheitlichen Überlegungen dahinter direkt angefixt. Beim Lesen ihrer Rezepte lief mir regelmäßig das Wasser im Mund zusammen.

Sehr schnell musste eine Getreidemühle her. Nicht nur die gesundheitlichen Vorteile überzeugten mich, sondern auch der praktische Nutzen: Ich mahle seitdem immer nur die Menge Mehl, die ich gerade brauche. Wie oft musste ich davor ranzig gewordenes Mehl wegwerfen, da ich eher eine Gelegenheitsbäckerin bin.

So wurden die Rezepte auf Food Vegetarisch in den folgenden Jahren immer gesünder, und von manchen alten Rezepten verabschiedete ich mich. Ganz zu 100 Prozent vollwertig wurde mein Blog dabei nie, aber die Zahl vollwertiger Rezepte nahm deutlich zu. Auch bei den Büchern, die ich vorstellte, war der neue Schwerpunkt nicht zu übersehen.

Fun Fact am Rande: Durch mein neues Interesse an Vollwerternährung habe ich erst erfahren, dass die Mutter meines Partners bereits in den 80er-Jahren eine Ausbildung als Gesundheitsberaterin bei Dr. Max Otto Bruker, dem Begründer der vitalstoffreichen Vollwertkost, absolviert hatte. In der Folgezeit war sie auch selbst sehr aktiv in dem Bereich, und daheim wurde dann natürlich auch vollwertig gekocht. Für meinen Partner war mein neues Interesse an Vollwertkost also nichts Neues – eine Erkenntnis, die sich noch als sehr hilfreich erweisen sollte. Denn 2017 erschien unser gemeinsames Buch „Geniale Getreideküche“.

Ein persönlicher Meilenstein: das eigene Kochbuch

Die Verlagsanfrage kam damals über den Blog – ob ich mir vorstellen könne, ein Kochbuch mit dem Schwerpunkt Getreide zu schreiben. Ich habe wohl eine gewisse Schwäche für Challenges jeder Art, und so hatte ich sofort das Gefühl: Das ist ein Projekt, das mich reizt, auch zusätzlich zu meiner Vollzeitarbeit.

Vor allem das Recherchieren zu den verschiedenen Getreidesorten fand ich spannend und war genau nach meinem Geschmack. Zudem hatte ich mit meinem Partner einen sehr kompetenten Verbündeten mit an Bord, und unsere Korrekturleser waren einfach klasse mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen. Eine Germanistin, ein Jurist und ärztlich geprüfte Gesundheitsberater hatten sich bereit erklärt, unseren Theorieteil zu prüfen. So entstand die „Geniale Getreideküche: Vegetarisch und vollwertig genießen mit Dinkel, Quinoa und Co.“ (Amazon*) – ein Buch, auf das ich immer noch sehr stolz bin.

Vegetarisch Kochen mit Zutaten aus dem eigenen Garten

Dem Bloggen bin ich bis heute treu geblieben – nur in meinem eigenen Rhythmus, je nachdem, wie viel ich gerade mitzuteilen habe oder was sonst noch Priorität hat. Gemüse ist nach wie vor meine wichtigste Zutat in der Küche. Was sich geändert hat: Das Gemüse kommt inzwischen meist aus dem eigenen Garten. 

Frau hält Gemüse aus dem Garten

2018 haben wir mein Elternhaus übernommen, und ich habe meine Gartenbegeisterung wieder entdeckt. So sind die Zutaten, mit denen ich koche, auch deutlich regionaler und saisonaler geworden (auch wenn ich das nicht komplett dogmatisch betreibe). Passend dazu habe ich aber die Subline vom Blog angepasst zu Frisch auf den Tisch – kochen. gärtnern. genießen

Vegan kochen ohne hochverarbeitete Ersatzprodukte

Inzwischen finden sich auch diverse vegane Rezepte auf dem Blog. Was alle gemeinsam haben, ist, dass sie ganz ohne hochverarbeitete Ersatzprodukte auskommen, denen oft Farbstoffe, Säurestabilisatoren etc. zugesetzt sind. Statt mit Butter wird mit pflanzlichem Öl gebacken, über die Nudeln kommt ein selbstgemachter Cashew-Parmesan, und zum griechischen Salat gibt es einen Sonnenblumenkern-Feta.

Wer sich  generell für vegane Rezepte ohne Ersatzprodukte interessiert, dem kann ich übrigens das Buch „Immer schon vegan“ (Amazon*) von Katharina Seiser sehr empfehlen, das ich hier auch schon ausführlicher vorgestellt habe.

Ein neuer Fokus: vegetarisch kochen fürs gesunde Älterwerden

Bisher ging es mir vor allem darum, mich möglichst vollwertig und ohne stark verarbeitete Nahrungsmittel zu ernähren. Bereits vor einiger Zeit habe ich die 50 hinter mir gelassen. Und seit einem Jahr achte ich nun zusätzlich immer mehr darauf, genug von bestimmten Nährstoffen und Lebensmitteln zu mir zu nehmen, die mich dabei unterstützen sollen, auch mit zunehmendem Alter fit, selbstständig und aktiv zu bleiben. Dazu habe ich mich durch diverse Bücher gelesen, Videos auf YouTube geschaut und auf verschiedenen Websites recherchiert.

Aus meinem persönlichen Umfeld weiß ich, dass gesunde Ernährung im Alter auch viele andere interessiert. Daher: Warum sollte ich meine gewonnenen Erkenntnisse dazu für mich behalten? Lieber teile ich sie zukünftig samt meinen Beweggründen hier auf dem Blog, sodass jeder die Möglichkeit hat, das eine oder andere auch für sich umzusetzen.

Hier sieht man, wer den vegetarischen Food Blog Food Vegetarisch betreibt.

Das Gesicht hinter Food Vegetarisch

Hallo. Ich bin Eva Gründemann, Designerin, Food-Fotografin und Autorin des Kochbuchs Geniale Getreideküche. Ich liebe einfache vegetarische Rezepte mit saisonalen und regionalen Zutaten, ohne dass dabei der Genuss zu kurz kommt. Viele meiner Lieblingsrezepte teile ich hier auf dem Blog. Als Food-Fotografin setze ich gesunde, vegetarische Rezepte und Gartenimpressionen in Szene. Viele meiner Fotografien sind auch bei Westend61 und StockFood als Lizenzbilder verfügbar – perfekt für Publikationen und Kampagnen.

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